05.02.2010
Es geht um Wiedergutmachung
Geht es um die kommende Bundesliga-Partie beim SC Freiburg, steht ein Wort zurzeit beim FC Schalke 04 im Mittelpunkt: Wiedergutmachung. Im Hinspiel kassierten die Königsblauen in der heimischen Arena die erste Niederlage der Saison. "Wenn die Spieler sich an das 0:1 erinnern, sollten sie die Verpflichtung spüren, dieses Resultat im Rückspiel wieder gutzumachen", sagte Trainer Felix Magath vor der Revanche im Breisgau.

Das einzige Tor des Hinspiels: Freiburgs Cha taucht frei vor Neuer auf und trifft.
Der Coach geht davon aus, dass die Freiburger es am Samstag (Anstoß: 15:30 Uhr) deutlich schwerer haben werden als am vierten Spieltag. "Freiburg hat damals ein günstiges Wochenende erwischt, zumal es sich um das letzte der Transferperiode handelte und die eine oder andere ungünstige Meldung in den Medien kursierte" - eine Anspielung auf eine Falschmeldung über einen angeblichen Wechsel des Schalker Außenverterteidigers Rafinha zu den Bayern, die während der laufenden Partie für Unruhe gesorgt hatte. Abgesehen davon seien die Knappen "als Team zusammengewachsen" und hätten sich weiterentwickelt.

Wie sich dieses Team zusammensetzt, wird sich möglicherweise erst kurzfristig entscheiden. Zwar sind Rafinha (Adduktorenprobleme), Christoph Moritz (Prellung) und Jefferson Farfan (Grippe) offenbar wieder einsatzbereit, doch der nach seinem Bänderriss ins Mannschaftstraining zurückgekehrte Peer Kluge klagte zuletzt über Beschwerden. Ohnehin fehlen die Langzeitverletzten Christian Pander, Heiko Westermann, Lewan Kenia, Jermaine Jones, Vasilios Pliatsikas und Predrag Stevanovic. Die Neuzugänge Hao Junmin und Mario Gavranovic stehen wohl noch nicht im Kader.

Aufsteiger Freiburg ist nach einem sehr ordentlichen Saisonstart mittlerweile auf den 15. Tabellenplatz abgerutscht und befindet sich in einer Krise. Sechsmal hintereinander blieben die Breisgauer in der Bundesliga zuletzt ohne dreifachen Punktgewinn. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist auf einen Zähler zusammen geschmolzen. Wie Schalkes letzter Gegner Hoffenheim steht der SC also unter Zugzwang.

S04-Coach Magath sieht zwar keinen Grund, den morgigen Gegner zu unterschätzen, ist aber zuversichtlich, etwas Zählbares mitbringen zu können. "Unsere Auswärtsstärke, die wir bislang gezeigt haben, wollen wir auch in Freiburg unter Beweis stellen." Trotz der 13 Punkte Vorsprung auf Platz sechs dürfe der FC Schalke keineswegs locker lassen. "Es besteht immer die Gefahr, dass die Spieler und das Umfeld des Vereins Dinge als zu sicher sehen. Wir haben keine Garantie für einen Platz unter den ersten Fünf." Also wollen die Königsblauen den nächsten Dreier einfahren - und "nebenbei" Wiedergutmachung betreiben.
 
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