01.02.2010
Schalke hält Kurs auf internationalen Wettbewerb
Mit einem 2:0 (1:0)-Sieg gegen 1899 Hoffenheim im Topspiel am Samstagabend vergrößerte der FC Schalke 04 den Abstand zum sechsten Tabellenplatz auf 13 Punkte und hält damit weiter Kurs auf einen internationalen Wettbewerb. "Ich bin froh, dass die Mannschaft eine gute Reaktion nach dem 2:2 in Bochum gezeigt hat", freute sich Trainer Felix Magath.

Lukas Schmitz wird nach dem 2:0 von Mitspielern und Fans gefeiert.
Die Knappen begannen mit der gleichen Startformation wie in Bochum und hatten in der fünften Minute die erste Chance, als Jefferson Farfan sich auf der rechten Seite schön durchsetzte und mit seiner Flanke den mitgelaufenen Vicente Sanchez bediente, dem der Ball aber leicht über den Scheitel rutschte. Doch mit der zweiten Gelegenheit schlugen die Königsblauen zu. Rafinha zog plötzlich das Tempo an, setzte sich gegen zwei Hoffenheimer durch und flankte auf den gestarteten Kevin Kuranyi, der den Ball an 1899-Keeper Timo Hildebrand vorbei ins Netz lupfte (19.). "Das war eine Riesenvorbereitung von Rafinha", zollte Magath dem Brasilianer ein dickes Lob. In der Folge kontrollierten die Hausherren das Spiel, machten die Räume eng und lauerten auf Konter.
Nach dem Seitenwechsel waren erst Sekunden gespielt, da mussten die Schalker Fans einmal kräftig durchatmen. Nach einem Tackling von Sanchez im eigenen Strafraum ging Hoffenheims Andreas Beck zu Boden, doch der Schiedsrichter entschied auf Eckstoß. Praktisch im Gegenzog sorgten die Knappen für die Vorentscheidung. Nach einem Eckball von der rechten Seite legte Kuranyi den Ball für Lukas Schmitz ab - der fackelte nicht lange und drosch das Leder mit seinem starken linken Fuß zum 2:0 in die Maschen (49.). Danach kontrollierte der FC Schalke das Spiel und ließ gegen spielerisch gute, offensiv aber größtenteils harmlose Hoffenheimer nichts mehr anbrennen. In der Defensive machte auch Benedikt Höwedes ein gutes Spiel.
Torschütze Schmitz verriet nach der Partie, dass er bei seinem Treffer auf Magaths Anweisung gehandelt habe. "In der Halbzeit sagte mir der Trainer, ich solle im Rückraum lauern, das hat dann natürlich super geklappt." Magath selbst war nach der Partie auch noch für einen Scherz zu haben: Über den ersten Schalker Torschützen Kuranyi sagte er schmunzelnd: "Eigentlich hatten wir vereinbart, dass Kevin zwei Tore macht. Er muss aufpassen, dass es nicht bald Konsequenzen gibt." Diesen Konsequenzen kann der Angreifer sicherlich gefasst entgegen sehen.